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12. Juli 2010: Mulhouse – Vienne Es war wieder gegen 8:30 Uhr, als wir ausgeschlafen hatten und uns entschieden aufzustehen. Zum Frühstück gab es heute frisches Baguette und Croissants aus dem Zeltplatzshop… lecker. Anschließend packten wir schon mal unsere Sachen zusammen, schlüpften aber noch einmal in unsere Badesachen und gingen zum Pool, um uns vor der Abfahrt noch einmal zu erfrischen. Um 11:30 Uhr konnte es dann endlich losgehen und wir verließen Mulhouse auf der A36 in Richtung Lyon. An der ersten Tankstelle füllten wir den Tank unseres Wohnmobils auf und nach ein paar Kilometern passierten wir eine Mautstation. Hierwaren die ersten 4,10€ Autobahngebühr fällig, die wir bequem mit Kreditkarte zahlten. Die Weiterfahrt war sehr abwechslungsreich, die Autobahn schlängelte sich im Rhythmus der Hügel bergauf und bergab, querte immer wieder kleine und größere Flüsse und führte abwechselnd durch grüne Wälder und trockene Felder. Die nächste Mautstation ließ nicht lange auf sich warten. Hier mussten wir aber einfach nur ein Ticket ziehen, dann konnte die Fahrt weiter gehen. Doch schon nach kurzer Zeit ertönte der Ruf der Kinder nach einer Pause und so rollten wir gegen 13:00 Uhr auf einen kleinen Rastplatz, wo wir unser Wohnmobil im Schatten einiger Bäume parkten und Mittagspause machten. Wir kochten Spaghetti und genehmigten uns zum Nachtisch noch ein Stück Melone. Nach einer guten Stunde setzten wir unsere Fahrt fort, Vincent lauschte einem Hörspiel, während sich Lisa in ihren Sitz kuschelte und schon bald weggeschlummert war. Das gab uns die Gelegenheit, endlich mal ein paar Kilometer am Stück zu fahren und etwas voran zu kommen. Wir folgten der A36 bis nach Dole und bogen dort auf die A39 ab, um dem hohen Verkehrsaufkommen auf der A6 zwischen Dijon und Lyon zu entgehen. Mit der Zeit zogen mehr und mehr Wolken auf und es trübte sich ein; auch die Temperatur sank deutlich. Während gegen Mittag noch ca. 33°C im Schatten herrschten, kühlte es sich bald auf unter 25°C ab und es trübte auch immer mehr ein. An einer Autobahnraststätte legten wir noch eine kleine Pause für einen Kaffee ein und hörten dabei schon das Donnergrollen in der Ferne. Kurz nachdem wir wieder gestartet waren, begann es zu regnen und immer wieder zuckten gewaltige Blitze über den Himmel. Urplötzlich schüttete es wie aus Eimern und das Wasser stand regelrecht auf der Straße; die Temperatur fiel bis auf etwa 18°C. Doch nahezu genauso schnell, wie wir in diese Wetterwand hineingefahren waren, hatten wir sie auch passiert und der Regen hörte allmählich wieder auf. Allerdings meldete sich nach der Fahrt durch die Gewitterfront auf einmal eine Warnlampe im Armaturenbrett und signalisierte ein Problem mit der Motorsteuerung. Das änderte sich auch nach erneutem Start des Motors nicht und sollte auch bis zum Abend so bleiben. Da der WoMo-Vermieter keine freien Werkstätten gestattet, sahen wir uns schon am folgenden Tag die nächste Ford-Vertragswerkstatt suchen. Über Bourg-en-Bresse erreichten wir schließlich Lyon, welches wir südwestlich auf der Autobahn umfuhren. Einen kleinen Stau gab es beim Abzweig auf die A463 zwar doch, aber letzten Endes hatten wir auch dieses Nadelöhr recht bald hinter uns gelassen. Wir fuhren weiter nach Süden und kamen bald an eine Mautstation, an der wir das Ticket von der letzten Station vorweisen mussten. Für die Autobahnkilometer bis hierher mussten wir satte 40,20€ berappen, aber letztlich war uns das lieber, als die lange Kurverei über die Nationalstraßen und durch viele kleine Ortschaften hindurch. Bei Vienne verließen wir die Autobahn, wobei noch einmal 2,70€ Maut fällig wurden, um zu dem von uns ausgewählten Campground St.-Clair-du-Rhone zu gelangen.
Als erstes erkundeten wir den Platz, Lisa tobte auf dem Spielplatz herum und schnell hatten wir auch die Poolanlage entdeckt. Die Temperatur hatte sich inzwischen auch wieder bei ca. 26°C eingepegelt, doch leider holte uns hier der Regen ein, so dass wir uns lieber zum Spielen und anschließenden Abendessen unter das Vordach unseres Wohnmobils zurückzogen. Nach dem Essen alberten die Kinder noch ein Weilchen herum, bevor es zum Zähneputzen in den Waschraum und schließlich zum Schlafen ins Bett ging. Doreen genehmigte sich noch eine Dusche und Andreas schrieb noch die Geschehnisse des Tages auf. Nach einem kleinen Schlummertrunk versanken aber auch wir recht schnell im Bett und dem Reich der Träume. Gefahrene Strecke: 440 km Übernachtung: Camping Le Bontemps (41€)
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