Mit dem Wohnmobil durch die Provence





27. Juli 2010: Konstanz – Salem – Fürth

Um 8:30 Uhr standen wir an diesem Morgen auf. Andreas bereitete das Frühstück vor, während Doreen Brötchen und Croissants besorgte. Es war seit zwei Wochen das erste Frühstück ohne frisches Baguette. Wir hatten uns doch sehr daran gewöhnt und vermissten dies jetzt irgendwie; wieder ein Zeichen dafür, daß sich der Urlaub unaufhaltsam dem Ende zu neigte. Ganz allmählich holten wir dann die Kinder aus den Betten und frühstückten; heute mal wieder im Wohnmobil, denn der Himmel war trüb und der Rasen noch nass vom nächtlichen Regen. Nachdem wir aufgewaschen, zusammengepackt, den Stellplatz bezahlt und die Chemie-Toilette geleert hatten, verließen wir den Campingplatz gegen 10:30 Uhr. Wir fuhren auf der B33 bis zum Kreuz Hegau und bogen dort auf die A98 ab, welche bei Stockach in die B31n überging. Unser Ziel war der Affenberg in Salem, wo wir ca. 11:20 Uhr eintrafen. Hier spaziert man durch ein großes Waldstück, in dem sich über 200 Berberaffen frei bewegen. Der Clou – nicht nur für Kinder – ist, daß man die Affen mit speziell zubereitetem Popcorn sogar füttern darf: Man hält es ihnen auf der flachen Hand hin und sie nehmen es sich ganz brav weg… faszinierend!

     

Hier waren wir vor sechs Jahren schon einmal mit unserem Sohn gewesen und hatten dies in guter Erinnerung. Auch der heutige Besuch sollte der Höhepunkt des Tages werden, nach anfänglicher Skepsis waren unsere Kinder restlos begeistert. Neben den Affen konnten wir noch eine Reihe anderer Tiere, wie Störche oder Damwild, beobachten und selbst ein kleiner Froschtümpel wurde für kurze Zeit zum Highlight.

     

Wir nutzten die Gelegenheit, im Freisitz der Schänke gleich noch Mittag zu essen; gegen 14:15 Uhr fuhren wir wieder los. Durch dichten LKW-Verkehr zog sich die Fahrt entlang der B31 in Richtung Lindau unheimlich in die Länge und wir waren froh, als wir nach etwa einer Stunde endlich die A98 erreichten. Auf der Autobahn ging es wesentlich zügiger voran. Einen kurzen Tankstopp machen wir an der Raststätte Lonetal Ost an der A7, kurz darauf halten wir an einem kleinen Rastplatz und machen ein kleines Picknick im Grünen mit Kaffee bzw. Saft und Keksen. Anschließend geht es weiter über die A6 in Richtung Nürnberg und dann auf der A73 nach Fürth. Wir hatten uns den Campingplatz Zirndorf herausgesucht, da dieser nur wenige Gehminuten vom Playmobil Funpark entfernt, aber dennoch ruhig und im Grünen gelegen ist. Der Platz war ganz ok. Kein Highlight, aber immerhin ein Rasenstellplatz, saubere Sanitäreinrichtungen und ein ganz toller Spielplatz; das ganze zu einem günstigen Preis – was will man mehr?! Lisa ging mit Andreas sofort auf dem Spielplatz, Doreen schloss inzwischen den Strom an und baute die Markise und die Campingmöbel auf. Zum Abendessen gab es Brötchen mit Lachs. Anschließend machten wir noch einen kleinen Spaziergang, um zu erkunden, wie weit es bis zum Funpark ist und wie lange wir dafür brauchen würden. Der Weg war gut ein Kilometer lang und wir beschlossen, das Wohnmobil morgen auf dem Campingplatz stehen zu lassen und so eventuelle Parkgebühren zu sparen. Im Dunkeln kamen wir zurück zum Wohnmobil, brachten die Kinder ins Bett und gingen dann nacheinander Duschen. Anschließend ließen wir den Tag mit einer Flasche Weißwein und französischen Oliven vor dem Wohnmobil ausklingen.


Gefahrene Strecke: 410 km
Übernachtung: Campingplatz „Zur Mühle“ Zirndorf (22,50 €)




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