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26. Juli 2010: Lausanne – Konstanz Heute war mal wieder Ausschlafen angesagt, denn größere Highlights standen keine mehr auf dem Programm. Der Vorteil an so einer allmählichen Annäherung an die Heimat ist jedoch, daß man nicht von so einem plötzlichen Abschiedsschmerz geplagt wird, wie wenn man am letzten Urlaubstag Koffer packen muss und einem spätestens auf dem Weg zum Flughafen das jähe Ende des Urlaubs schmerzlich bewusst wird. Wir standen gegen 9:00 Uhr auf, Doreen ging Croissants und Baguette besorgen und bereitete anschließend das Frühstück vor. Dieses genossen wir bei strahlendem Sonnenschein ganz gemütlich vor unserem Wohnmobil. Danach räumten wir in aller Ruhe unsere Habseligkeiten zusammen, verstauten alles und waren um 11:30 Uhr abfahrbereit. Bevor wir den Campingplatz verließen, nutzten wir aber noch die Gelegenheit, unsere Abwassertanks zu entleeren. Das war ja seit einigen Tagen überfällig… Die Fahrt ging zunächst ein Stück entlang der E62 in Richtung Montreux, bevor wir auf die E27 nach Bern abbogen. Die Kinder schauten Biene-Maja-Geschichten, während wir einige Möglichkeiten ausloteten, bis wohin wir heute fahren wollten. Es ging zügig voran und entgegen unseren ursprünglichen Plänen könnten wir heute schon Deutschland erreichen. So würden wir einen kompletten Fahrtag einsparen, den wir irgendwo anders verbringen und den Kindern noch eine Freude bereiten könnten. Gegen 13:30 Uhr machten wir einen Tankstopp an einer Marché-Raststätte und nutzten dies gleich für eine Mittagspause. Nach dem Essen gönnten wir uns noch einen Kaffee und setzten dann gut gestärkt die Fahrt fort. Bis Zürich gab es immer wieder endlose Baustellen und das monotone Poltern bei Tempo 80 km/h auf der unebenen, aus Betonplatten bestehenden Fahrbahn erinnerte irgendwie an alte DDR-Autobahnen. Wir hofften, mit unserer gestrigen zusätzlichen Abgabe zur Autobahnmaut einen kleinen Teil zur Verbesserung der Fahrbahnqualität hier beitragen zu haben… die Straße hatte es jedenfalls bitter nötig. Über Winterthur erreichten wir schließlich Kreuzlingen und damit das südwestliche Ufer des Bodensees und wenige Minuten später hatten wir in Konstanz wieder deutschen Boden unter den Rädern. Hier gab es aufgrund von Bauarbeiten einen kleinen Stau, währenddessen Doreen im ADAC-Campingführer nach lohnenswerten Übernachtungsplätzen in der Umgebung schaute. Der Campingplatz Himmelreich in Allensbach warb mit einem Sand- und Wasserspielplatz sowie einer Bademöglichkeit im Zeller See. Das gefiel uns und so drehten wir eine kleine Ehrenrunde über die B33 und steuerten diesen Platz an. Die Anlage war bei weitem nicht so schön, wie die Plätze, auf denen wir die letzten Nächte verbracht hatten. Es gab keine Abgrenzungen zwischen den einzelnen Stellplätzen und die Fahrzeuge standen relativ dicht gedrängt. Aber wir hatten keine Lust, noch länger zu fahren und konnten noch einen der letzten, sehr einfachen Rasenplätze in der Nähe des Restaurants und der Spielplätze ergattern. Also richteten wir uns hier ein, machten einen kurzen Spaziergang über den Platz und schleckten jeder ein Eis. Dann war irgendwie bei allen die Luft komplett raus; keiner hatte mehr Lust auf irgendwelche Unternehmungen und eine herannahende Regenfront ließ uns auch von einem Bad im See Abstand nehmen. Vincent verkroch sich mit seinem Nintendo im Wohnmobil, Andreas nutzte den WLAN-Surf-Stick und verschickte die gestern vorbereiteten Urlaubsmails an Oma&Opa. Da er nun einmal Internetzugang hatte, schaute er auch gleich nach möglichen Aktivitäten für den gewonnenen Tag. Auf dem Heimweg boten sich sowohl ein Abstecher im Legoland Günzburg als auch im Playmobil Funpark Fürth an. Da letzterer von den Eintrittspreisen deutlich günstiger war und wir diverse Legoländer in den vergangenen Jahren schon besucht hatten (2008 in Billund und 2009 in Berlin), fiel die Entscheidung zugunsten des Playmobil-Parks, den wir übermorgen ansteuern wollten. Den Kindern verreiten wir vorerst aber nichts davon… Andreas surfte noch ein paar Minuten im Internet, dann gingen wir zum Abendessen ins Restaurant des Campingplatzes. Die Kinder tobten nach dem Essen noch ein wenig herum, während wir uns noch je ein Glas Wein genehmigten. Dann waren wir alle aber schnell reif für´s Bett und verkrochen uns daher rasch im Wohnmobil. Gefahrene Strecke: 295 km Übernachtung: Campingplatz Himmelreich, Allensbach (21,90 €)
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