Vorbetrachtungen

Bevor wir mit der Realisierung der eigenen Modellbahnanlage begannen, mußte erst einmal ein Plan her, wie denn das ganze aussehen soll. Dabei war neben einer Vorstellung der landschaftlichen Gestaltung vor allem ein Gleisplan wichtig.

Streckenplan Glücklicherweise ist man heute nicht mehr darauf beschränkt, die Gleise versuchsweise auszulegen und zu probieren, wie das ganze am besten zusammen passt. Es gibt eine ganze Reihe Computerprogramme, die einem die Planung hier sehr erleichtern. Je nach Umfang von Programm und Gleisbibliothek ist für jeden Geldbeutel etwas zu finden.
Wir haben eine Demo-Version von WinRail 7.0 benutzt, die es auf der Webseite von Piko zum Download gibt. Die darin enthaltene Bibliothek umfasst einen recht großen Teil des Piko-A-Gleis-Sortiments, was für unsere Zwecke völlig ausreichend war.
Unsere Platte sollte die Maße 2,40m x 1,40m haben und über je zwei Bahnhofsgleise in jeder Richtung verfügen. Des Weiteren sollte mindestens ein Abstellgleis bzw. ein kleiner Rangierbahnhof realisiert werden, um einen abwechslungsreichen Spielbetrieb zu ermöglichen.
Beim Streckenverlauf haben wir uns ein wenig vom NOCH-Fertiggelände "Mittenwald" inspirieren lassen, diesen letztlich aber unseren Vorstellungen entsprechend abgewandelt und erweitert. Herausgekommen ist das nebenstehende Gleisbild, per Mausklick darauf kann die entsprechende .ral-Datei heruntergeladen werden. Es beinhaltet einen äußeren Kreis mit zwei Bahnhofsgleisen sowie einem Ausweichgleichs an der gegenüberliegenden Seite der Platte. Des Weiteren gibt es einen inneren Kreis in Form einer ebenerdigen und einer über Brücken führenden Schleife mit drei weiteren Bahnhofsgleisen. Im Zentrum ist außerdem ein Abzweig zu einem kleinen Güterbahnhof mit zwei Abstellgleisen vorgesehen.

Unterkonstruktion Der nächste Schritt war, den Unterbau der Anlage zu planen. Für den Moment sollte unser kürzlich ausgebauter Kellerraum als Standort für die Modellbahn dienen. Wenn später einmal der ausgebaute Dachboden zur Verfügung steht, soll jedoch ein Umzug dorthin möglich sein. Daher wollten wir die Platte prinzipiell zerlegbar gestalten.
Wir entschieden uns für drei Teilsegmente mit einer Breite von je 80cm, die durch acht leicht zu lösende Schraubverbindungen mit Flügelmuttern rasch getrennt und wieder montiert werden können.
Als Basismaterial sollten 8mm starke Platten aus Pappelholz dienen, die auf einem Rahmen aus ca. 45mm breiten Fichtenholzleisten montiert werden. Dabei war darauf zu achten, daß der Rahmen einerseits ausreichend Stabilität für die Gesamtkosntruktion bieten sollte. Andererseits mußte er aber auch noch einen guten Zugang für die Verdrahtung der Anlage gewährleisten.
Die Anzahl der Querverstrebungen wurde deshalb auf ein Minimum beschränkt, alle Einzelteile der jeweiligen Segmente sollten dafür zusätzlich zu den Schraubverbindungen mit Holzleim verklebt werden. Es wurde nebenstehendes Aufbauschema erstellt, aus dem schließlich die Einkaufsliste für den Baumarkt entstand.
Einige gute Anregungen erhielten wir im Übrigen durch den Ratgeber Modell-Landschaftsbau von NOCH.


Realisierung

Nach all den Vorüberlegungen schritten wir jetzt zur Tat. Die folgenden Impressionen sollen einen kleinen Eindruck vom Aufbau vermitteln:

Länge ermitteln Anzeichnen Absägen
Zunächst wurde das Ausgangsmaterial vermessen, die richtige Länge angezeichnet und die Einzelteile zugesägt.

Einzelteile auslegen Verbindungen vorbereiten Stoßflächen verkleben
Nun wurde alles probehalber ausgelegt, die Bohrungen für die Schraubverbindungen vorbereitet und die Stoßflächen mit Holzleim bestrichen.

Segmentverbindungen erstellen Einzelteile montieren Der fertige Rahmen
Anschließend wurden die Segmentverbindungen erstellt, die Einzelteile komplett verschraubt und schon war der Rahmen fertig.
Spätestens jetzt muß man auch daran denken, in die Querverstrebungen auch gleich einige Löcher zu bohren, durch die später die Kabel zur Verdrahtung gezogen werden können.

Holzleim auf dem Rahmen streichen Platte komplett montieren Gleise verlgegen und ausprobieren
Schließlich wurden die Rahmenkanten mit Holzleim bestrichen, die Platten auf den Rahmen geschraubt und probehalber die ersten Gleise verlegt.


Damit sind wir leider schon beim jetzigen Arbeitsstand angekommen. Es gibt noch viel zu tun, aber das Spielen macht trotzdem schon großen Spaß:

Eisenbahn spielen...