18. Juli 2010: Fountain-de-Vaucluse – Roussillion
Die Nacht war erfrischend kühl, endlich nicht mehr diese stehende Hitze, wie in den letzten Tagen. Dennoch waren sowohl Doreen als auch Andreas nachts mehrfach wach, konnten nicht so recht durchschlafen. Gegen 8:30 Uhr stand Andreas wie gewohnt auf, doch heute dauerte es fast bis 9:30 Uhr, bis auch der Rest der Familie vollständig am Frühstückstisch saß. Besonders die Kinder hatten heute gar keine Lust. So dauerte es denn auch bis nach 11:00 Uhr, bis wir zusammengepackt, den Zeltplatz bezahlt und frisches Wasser nachgetankt hatten und zu unserer heutigen Tagesetappe aufbrachen. Andreas war heute wieder mit dem Fahren an der Reihe und er beschloss, auf der touristischen Route nach Gordes zu fahren, anstatt auf dem direkten Weg. Diese Strecke entpuppte sich als landschaftlich sehr schön mit vielen schönen Aussichtspunkten, jedoch wie schon erwartet als sehr schmal und kurvenreich. Andreas machte dies aber viel Spaß, während sich Doreen doch das eine oder andere Mal wieder sehr an der Armlehne ihrer Tür festkrampfte. Das malerische Bergdorf Gordes war schnell erreicht.
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Nach einigen Panoramafotos und einer kurzen Übersichtsrunde durch den Ortskern stellten wir unser Wohnmobil auf dem Parkplatz bei der Gendarmerie vor dem Ortseingang ab (PKW 3€, WoMo 5€) und liefen hinauf ins Zentrum. Hier bummelten wir ein wenig durch die engen Gassen, sahen in einige kleine Geschäfte hinein und kauften ein paar Souvenirs sowie zwei Baguettes.
Anschließend entschlossen wir uns, Les Caves du Palais Saint Firmin zu besichtigen (Erwachsene 5€, Kinder 4€). Zu Beginn gab es einen kurzen Film über die Geschichte des Dorfes und die Wiederentdeckung und Restauration der Katakomben und unterirdischen Gewölbe. Dann konnten wir mit einem Audioguide die Gänge auf eigene Faust erkunden, was sich als sehr interessant erwies.
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Als wir zurück ans Tageslicht kamen, kauften wir in einer Boulangerie noch ein paar süße Teilchen zum Kaffeetrinken und gingen dann zurück zum Wohnmobil. Inzwischen war es nach 14:00 Uhr und wir wollten einen schönen Picknickplatz für´s Mittagessen suchen. Doch leider konnten wir keinen Platz finden, der uns so recht zusagte und so beschlossen wir, bis nach Roussillion zu fahren und dort auf dem Stellplatz vor dem Ortseingang Mittagspause zu machen.
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Dort angekommen, stellten unseren Tisch und die Stühle in den Schatten und kochten Nudeln. Währenddessen sahen wir einen Wagen der Gendarmerie, der über den Platz fuhr, uns kritisch beäugte und anschließend weiterfuhr. Nach dem Essen packten wir Getränke, die Video- und die Fotokamera in den Rucksack und liefen in Richtung des Ockerbruches, welcher das unumstrittene Highlight der Region ist. Beim Verlassen des Parkplatzes fiel uns ein Schild auf, welches Wohnmobilen die Zufahrt ausdrücklich gestattete, jedoch das Aufstellen von Tischen und Stühlen untersagte. Naja, wir haben unsere Campingmöbel ja wieder weggeräumt und offensichtlich hat die örtliche Gendarmerie bei uns wohl noch mal ein Auge zugedrückt…
Nach einigen Minuten Fußweg in gleißender Sonne erreichten wir den Zugang den Carrières d'ocres de Roussillon (2,50€ p.P.). Hier wurde früher Ocker als natürlicher Farbstoff abgebaut und die Wände leuchten in allen erdenklichen Farbtönen zwischen gelb, rosa, rot, und braun.
Dazwischen sorgen Kiefern und Hartlaubgewächse für grüne Akzente und nach jeder Biegung des Weges bietet sich ein neuer, toller Anblick.
Wir liefen die kleinere der beiden Runden, da unsere Kinder schon verhältnismäßig k.o. waren und auch uns der Staub hier ziemlich zusetzte.
Den Rückweg zum Wohnmobil wählten wir durch die engen Gassen des Dorfes und belohnten uns und die Kinder mit je einer Kugel Eis (2€!!).
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Anschließend suchten wir wieder einen Campingplatz mit Pool und fanden den Domaine des Chênes Blancs Camping. Als wir gegen 19:20 Uhr dort ankamen, war der Pool leider schon geschlossen und uns blieb nur die Dusche. Aber auch das war eine Wohltat nach der Besichtigung des staubigen Ockerbruches. Wir setzten uns zum Abendessen unter die Markise unseres Campers, brachten anschließend die Kinder ins Bett und beschlossen den Abend bei einer Flasche Wein. Nebenbei schrieben wir die ersten Ansichtskarten nach Hause und sicherten die Fotos auf dem Netbook.
Gefahrene Strecke: 50 km
Übernachtung: Domaine des Chênes Blancs (35,50€)
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